And I'm finkin' - The Streets mit O2

20.09.2007 / von Dominic

Bevor es gestern losgeht schonmal eine gute Nachricht des Abends: Obwohl es herbstlich ist, regnet es nicht und sieht nicht danach aus. Dann machen wir uns mal auf den Weg.

Vor den Zäunen an der O2 World: Ab 16 Uhr schon Wartende und bis 19 Uhr dichtes Gedränge. Viertel vor 7 werden daher die »Türen« geöffnet.

Dann erstmal warten.

Gegen 8 steigen ein paar Jungs auf die Bühne, die Menge klatscht, die Jungs freuen sich, verkünden aber, dass sie nicht The Streets sind. Achso. Naja. »Dance Inc.« wärmen dann mal ein bisschen auf.

Kurz vor 9: Mike Skinner betritt endlich die Bühne. Es ist wie erwähnt herbstlich, das merkt auch er an, und so hat er erstmal etwas zu tun, die Menge aufzuheizen:
“I’m Mike Skinner. Who are you?” – Etwas Applaus und Gejole aber keine Antwort.
“I’m Mike Skinner. Who are you?” – Nochmal. Naja. Die dummen Berliner haben’s nicht kapiert. Egal.

The Streets mit O2The Streets beim O2 Music Flash | Mike Skinner rechts

Skinner und seine Streets machen weiter, kommen in Fahrt und können irgendwann auch die gesamte Meute mitreissen. So wie Mike Skinner sich sein Hemd vom Leib. Gegen Ende hüpfen wirklich alle.


Schöner Abend, und das umsonst. Mike Skinner fasst zusammen: God save O2.

Daft Punk @ Velodrom

02.07.2007 / von Dominic

Ich wollte ja unbedingt noch ein Wort zum Konzert vom Wochenende los werden:

Es war geil!

Ja, ich will mal nicht übertreiben, es war nicht übermäßig voll, 3/4 würde ich mal sagen, ohne große Platzangst haben zu müssen. Kann man bei 40€ Kartenpreis auch irgendwie verstehen. Und im Vergleich zum Konzert im Bercy/Paris war das wohl eher eine intime Veranstaltung.
Eine gute halbe Stunde hat es gedauert, bis Band und Publikum etwas warm miteinander wurden.

Aaaber:
Für umsonst (hab die Karten schließlich gewonnen) werde ich mich hier wohl nicht beschweren, habe mich sehr gut amüsiert, und bin vollen Lobes, was die Jungs da auch optisch präsentiert haben:

In ihrer Pyramiede stehend wurde erstmal ein bisschen rumgeleuchtet…

... mit der Zeit präsentierte sich dann aber immer mehr der ausgefeilten Bühnenbeleuchtung, eines leuchtenden Gerüsts und Videowand dahinter.

Musikalisch wurde aus allen drei Alben breit gefächert und auch sehr schön ineinander gemixt. Der Track vom grünen Video hier, gefiel mir ja extrem gut: Ein Remix von »Face to Face« vom Album »Discovery«, welcher mir im Original ja nicht so zusagt.

Zugabe gab’s nur eine, was ich etwas dürftig und schade fand. Das Publikum hat sich aber auch sehr schnell damit abgegeben und nicht gerade lautstark gefordert, also selber Schuld.

Reicht das für die nächste Zeit erstmal an »Daft Punk«-Content?

Hausmusik

14.12.2006 / von Dominic

Wer erinnert sich nicht fragt TimThaler eigentlich eher rhetorisch in seinem Blog.
Ich habe die Installation in den Allianz Türmen von Dirk Vollenbroich Anfang dieses Jahres jedenfalls — zu meinem Bedauern — nicht gesehen. Grund: ich fahre dort einfach fast nie lang.

Was es dort zu sehen gab, ist einfach beschrieben:
Als überdimensionale Pegelanzeige wurde der Ton eines Radio-Senders (RadioEins) synchron blinkend in den Fenstern eines Hauses dargestellt. Eigentlich so ähnlich wie Blinkenlights.

Das Ganze gab’s auch in Frankfurt, aber ich finde die Treptowers sind für so eine Aktion einfach prädestiniert.

Ich habe auch garkein schlechtes Gewissen, erst jetzt damit zu kommen, denn mich beschleicht das das Gefühl, ich war/bin da nicht der einzige, an dem das komplett vorbei gegangen ist.

(Bilder vom) Festival of Lights 2006

30.10.2006 / von Dominic

Beim Publikum scheint das Festival of Lights ja sehr gut angekommen zu sein.
War man abends um die beleuchteten Bauwerke herum unterwegs, konnte man vor fotografierenden Menschen kaum treten. Mit Handy, ohne Stativ, egal. Dabei sein ist scheinbar alles. So das Motto wohl auch bei den Teilnehmern.
Das blitzende Domaquaree gewinnt bei mir keinen Lieblingspreis und wenn Osram- oder Sixt-Werbung abwechselnd auf anstrengende Tapetenmuster an den Berliner Dom projeziert werden, finde ich das nämlich nicht mehr ästhetisch.

Festival of Lights 2006
+ vergrößern | Berliner Dom 2006: Bunt wie im Kindergarten

Vorallem beim Dom war das Motto »weniger ist mehr« im Vorjahr deutlich angenehmer ausgefallen — anstatt das Bauwerk wie in diesem Jahr mit Licht überzupinseln wurde es durch zurückhaltende Lichtinstallation unterstützt:

Berliner Dom 2005
+ vergrößern | Berliner Dom 2005


Zur Fotogalerie 2006

Was war das denn?

12.06.2006 / von Dominic

Toll gemacht, liebes Trend@Bötzow-Brauerei!

Vergangenen Freitag wollten wir das Wochenende und die WM gemütlich im Freien einleiten und uns das Spiel Deutschland : Costa Rica auf »16:9 HDTV und Großbildleinwand« anschauen.

The crappest place to watch wm

Von den Versprechungen war vor Ort leider nichts zu finden. Kein Wunder also, dass sich ein geradezu äquivalenter Besucherstrom von herein- wie herausgehenden Besuchern einstellte.

Nach gefühlter 89-minütiger Parkplatzsuche haben wir dann eine Alternative im Prenzlauer Berg ausgemacht und konnten von dort aus nun live wenigstens die 2. Halbzeit mitverfolgen. So »live« jedenfalls, wie ein Spiel nur sein kann, wenn die Menschen beim Italiener 5 Meter weiter schon 3 Sekunden früher auf die Tische springen. Schöne neue DVB-T Welt.

Mediengruppe Telekommander im Fritzclub

31.05.2006 / von Dominic

Zeitlich perfekt abgepasst kamen wir gestern gegen 21.30 im Fritzclub / Postbahnhof an, obwohl es offiziell was von 20 Uhr hieß. Ist ja klar, dass das nur ‘ne Finte ist und so früh in Berlin keiner aufsteht. Glück gehabt. Knapp 10 Minuten später standen Mediengruppe Telekommander auf der Bühne.

Der kleine Fritzklub sorgte für eine angenehme Publikumsnähe; von überall konnte man die Mediengruppe gut sehen und hören. Sich in die vorderen Reihen vorzuarbeiten wäre auch kein Problem gewesen. Aber neben der Bar machte es sich auch ganz gut.
Wie zu erwarten kamen vermischt Lieder vom Debut »Die ganze Kraft einer Kultur« und dem neuen Album »Näher am Menschen«, zur gleichnamigen Tour. Dem unverwechselbaren Stil sind sie jedenfalls treu geblieben.




No Flash

Mediengruppe Telekommander — die deutschen Beastie Boys?
Streamendes Flash Video: Zum laden klicken

»Die singen ja wie die deutschen Beastie Boys« tönen sie von sich selbst. Treffende Beschreibung, ohne dass es geklaut wirkt.
Nach einer kurzen Pause kamen die beiden in glitzernden Kostümen wieder und ließen ihren Kracher Bis zum Erbrechen schreien vom Stapel:




No Flash

Mehr Pop, pop, bis zum erbrechen schrei’n!
Streamendes Flash Video: Zum laden klicken

Vorher fand ich die trashig-experimentelle electro-gitarrenmusik toll. Jetzt bin ich Fan. Es ist einfach schön anzusehen und unheimlich sympathisch, wie sich die zwei daran freuen können und es sichtlich genießen, wenn das Publikum feiert und im Chor mehr »Telekommanda« verlangt.
Bei größeren Veranstaltungen wird man wohl kaum mehr zum Stagediving animiert, sondern von der Security von der Bühne geschmissen. Man könnte ja ein irrer Fan sein.

Nach rund 1½ Stunden inkl. 2 Zugaben war dann Schluß. Publikum und Band hat es sichtlich Spaß gemacht.

Rückblick: All-Nations-Festival 2005

Logo des All-Nations-Festivals Ehrlich gesagt war ich, nachdem ich das All-Nations-Festival gestern zum ersten Mal besucht habe, etwas enttäuscht.

Zum einen machte sich eine Unzufriedenheit unter den Besuchern breit, weil diese teilweise 40 Minuten oder länger auf den Bus-Shuttle warten mussten. Dies lag wahrscheinlich an einer nicht besonders gut durchdachten Organsitation, denn teilweise hielten 4 Busse auf einmal an einer Haltestelle, obwohl nur 6 im Einsatz waren.

Viel mehr aber ärgerete mich das Verhalten und die Einstellung einiger Besucher zu diesem Festival.
Ich hatte zum Teil das Gefühl, sie seien nicht an der Botschaft selbst oder an der Kultur des jeweiligen Landes interessiert, sondern vielmehr an den Getränken, dem Essen, den Postern, den Bonbons – kurz gesagt: an allem, was umsonst war!

Einige stopften sich die Tüten mit Info-Material, welches z.B. über die Gesellschaft oder beliebte Reiseregionen informierte. Allerdings bezweifel ich stark, dass sie dies jemals alles durchlesen werden. Aber hauptsache es war umsonst.

Botschaft von Slowenien Botschaft von Slowenien
Manola posiert in der slowenischen Botschaft

Einige Botschaften, wie z.B. die von Nicaragua, Panama und Guatemala haben die Veranstaltung kommerzialisiert, indem die Botschaft von Guatemala – übrigens anders als angekündigt, die einzig zugängliche der 6 beteiligten lateinamerikanischen Länder – einer einzigen Verkaufsausstellung glich.
In jedem(!) Raum lagen Kissenbezüge, Stoffe oder Postkarten aus, die zum Verkauf angeboten wurden.
Sogar die Bilder an den Wänden waren allesamt mit Preisschildern versehen!

Verkaufsveranstaltung in der Botschaft von Guatemala
“Verkaufsveranstaltung” in der Botschaft von Guatemala

Trotz alledem habe ich den gestrigen Tag nicht nur negativ in Erinnerung.
Es war beeindruckend zu sehen, wie verschieden die Botschaften eingerichtet sind. Man konnte das Land “in dem man sich gerade befand”, oft an der Inneneinrichtung erkennen.
Auch die Gastfreundschaft in vielen Botschaften war erstaunlich – man wurde nett empfangen und hatte in der Botschaft von Guinea sogar die Möglichkeit mit dem Botschafter persönlich zu sprechen und diesem Fragen zu stellen.

Botschaft von Marokko Botschaft von Marokko
Gastfreundschaft in der Botschaft von Marokko: Tee und Henna-Tattoos