Morgen, am 2. Juli, finden ja in mehreren Städen, unter anderem auch Berlin, die kostenlosen Live 8-Konzerte statt.
Hierbei geht es dem Veranstalter Bob Geldof und den teilnehmenden Bands vorallem darum die G8 Länder kurz vor dem G8-Gipfel auf die wirtschaftliche Situation von afrikanischen Ländern aufmerksam zu machen, zum Schuldenerlass (der ja im Vorfeld schon abgesprochen wurde) und Erhöhung der Entwicklungshilfe zu bewegen.
Im Gegensatz zum “Live Aid”-Konzert, das vor fast genau 20 Jahren stattfand, geht es hierbei ausdrücklich nicht darum Spenden zu sammeln.
In Berlin findet das Konzert zwischen 14 und 20 Uhr auf der Straße des 17. Juni an der Siegessäule statt. Mit dabei sind u.a. Herbert Grönemeyer, Green Day, Wir sind Helden, Juli, Silbermond, Sasha, die Söhne Mannheims, Audioslave und die Toten Hosen.
Im Vergleich zum Londoner Konzert, wo u.a. Coldplay, Elton John, Madonna, Mariah Carey, REM und Robbie Williams auftreten ist das natürlich nicht ganz so spektakulär aber “nem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul”. ;)
Die Veranstaltung ist im Vorfeld in Kritik geraten, da fast nur weiße Künstler daran teilnehmen; Youssou N’Dour ist der einzige Afrikanisch-stämmige Künstler, einige Künstler sind deshalb nach Zusage abgesprungen.
Auf der anderen Seite kann ich die Strategie von Bob Geldof verstehen: Bekannte lokale Lieblingsbands erzeugen einfach mehr Aufmerksamkeit.
Der Radiosender Fritz veranstaltet ab 14 Uhr eine Sondersendung mit Live Übertragung uas Berlin und auch aus anderen Städten. Der RBB wird die Konzerte auch im Fernsehen übertragen.
Die Live8 Website finde ich jedoch etwas seltsam. Sätze wie “Noch 2 Tage zu gehe”, “Wer tretet auf”, “der lange Weg nach Gerechtigkeit” und das Fehlen sämtlicher Umlaute oder Akzente zeugen nicht gerade von einer international ausgerichteten Planung und hören sich ziemlich nach Übersetzungssoftware an. Aber es gibt auch wichtigeres.








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