Update, 2009:
Nach einem vierjährigen Rechtsstreit entscheidet der Bundesgerichtshof: Ja, man darf über den Spot lachen.
Original, 2005:
Die BILD fühlt sich von der taz ausgebeutet und sieht ihre Leser in nicht akzeptabler Weise herabgewürdigt. Hört sich ja ziemlich brutal an.
Auslöser ist ein Kino Spot, den die taz jedoch inzwischen im Rahmen einer einstweiligen Verfügung von ihrer Homepage entfernt hat.
In dem Spot lässt sich ein dicker Mann im Feinripp-Hemd von seinem Dackel zum Kiosk ziehen und sagt: “Kalle, gib ma Zeitung.”

Kalle sagt: “Is aus.” – “Wie, aus?”
Kalle schiebt eine taz über den Ladentisch.

Ungläubiger Blick. “Was dat denn?” sagt der Dicke und blättert unmotiviert darin.
“Mach mich nich feddich, du” und schmeißt die taz hin. Schweigen.

Der Kioskbesitzer legt liebevoll eine BILD auf den Tisch.
Er fängt an zu lachen. Alle gröhlen. Was ein Spaß.

taz ist nicht für jeden.
Das ist OK so.
wird dann auf schwarzem Grund eingeblendet.
Der Spot geht weiter. Anderer Tag. Der Dicke kommt diesmal in modischer Jogging-Combi. Der Dackel zieht. Er sagt (nicht der Dackel): “Kalle, gib ma taz.”
Ungläubige Blicke.
Der Dicke fängt an zu lachen. Alle gröhlen.

Auf der Website der taz heißt es derzeit dazu:
Im Rahmen einer einstweiligen Verfügung hat der Axel-Springer-Verlag der taz verboten, weiterhin mit dem aktuellen taz-Kinospot zu werben. Bis zu gerichtlichen Klärung ist deshalb der Spot nicht mehr zu sehen.
Wir bedauern dies und werden gegen diesen Beschluss gerichtlich vorgehen. Bis zur Klärung müssen wir den taz-LeserInnen diesen amüsanten Spot vorenthalten.
Quellen:







