»Tentstation« - Campingplatz mitten in Berlin

23.04.2006 / von Liza

tentstationJa, ich dachte auch erst ich seh nicht richtig, aber es ist wirklich so, am 13. Mai öffnet Tentstation – ein sehr zentral gelegener (nur 5 Minuten Fußweg vom Hauptbahnhof) Zeltplatz, mitten in Berlin.

Das Projekt, ein seit 4 Jahre brachliegendes Freibad in Berlin-Tiergarten zumindest zwischenzeitlich zum Zeltplatz umzufunktionalisieren, stammt von vier jungen Leuten. Die Investitionen für ihr Projekt bestreiten die vier mit privaten Krediten und kleinen Sponsoren. Banken ist so ein Projekt zu riskant und nicht langfristig genug.
Wenn das Projekt gut läuft, wird es vielleicht für drei Jahre verlängert.

Die Grünfläche des Bades bietet Platz für ca. 125 Zelte. Die ehemaligen Schwimmbecken werden mit Sand gefüllt und können dann z.B. zum Beachvolleyball oder Fußballspielen genutzt werden.
An der Bar gibt es morgens ein Frühstücksbuffet und es steht ein Grillplatz zur Verfügung.

Übernachtungen kosten zwischen 8 und 15 Euro.

Kulturelle Veranstaltungen, wie Lesungen, Filme, Musik usw. sollen den Aufenthalt noch attraktiver machen.
Auf einer großen Leinwand werden sogar die Spiele der Fußball-WM übertragen.

Tentstation: Zeltplatz in Berlin

Ich denke hier ist für jeden was dabei, fragt sich nur, ob das auch die Berliner selbst anzieht, denn kann man wirklich von Erholung/Urlaub sprechen, wenn man nur 10 Minuten von zu Hause entfernt ist?

Es steht dennoch außer Frage, dass dies ein nettes, lustiges und innovatives Projekt ist.

Für 5 statt 10 Euro pro Nacht wäre auch ich nicht abgeneigt vom Urlaub vor der Haustür. ;)

Mehr Infos und Anmeldung auf der Website von Tentstation.

Kontakt
Tentstation
www.tentstation.de
Tel. +49 30 39404650

Adresse Zeltplatz
Seydlitzstr. 6
10557 Berlin


Kommentare zu diesem Artikel:

Leider wird das gute Konzept nicht umgesetzt.

Wir waren vom 26-30.08.2009 in der Tentstation und das als preisgünstige Alternative zu Hostels angebotene Konzept lässt einiges zu wünschen übrig:

1.) Nachts is das Gelände echt gefährlich. Durch die nicht vorhandene Beleuchtung übersieht man leicht die zahlreicehn Hindernisse wie z.B. die Gruben der ehemaligen Fußwaschbecken. einmal ist ein Radfahrer auf dem Gelände ungebremst hineingefahren und blieb nur durch Glück unverletzt, einer von unserer Reisegruppe hat sich an ähnlicher STelle den Knöchel verstaucht. Glücklicherweise bisher alles Bagatellen.

2.) Die Logistik ist nschbesserungsbedürftig. Die Preise für das dürftige Frühstücksangebot deutlich über dem günstigen Berliner duchschnitt, ohne dass die Qualität dies rechtfertigt.

3.) Duschen und Toiletten grenzwertig aber ok.

4.) Der Umgangston der Betreiberin ist uns durch die Bank weg als unangenehm aufgefallen. Gebrüll über den halben Platz wenn Skater in dem ehemaligenSchwimbecken fahren (wir waren ca. 75 m weit entfernz und haben NICHTS gehört) und der schnippische Hinweis einen Biertisch nicht zu verrücken (10 m weiter in den Schatten!!! Auf einem psudoalternativen Campingplatz)sind nur die in Erinnerung bleibenden Beispiele einer insgesammt gereizten grundstimmung. Es scheint eher als würde hier versucht ein alternatives Konzept mit einer reaktionären Grundeinstellung zu betreiben.

Fazit: Schade, das nächste mal lieber ein paar Euro mehr für´s Hostel ...

Von Matthias / 30 August, 2009 - 15:12

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