Alien Breed Evolution

20.01.2010 / von Dominic

Im Dezember kam ohne viel PR-Rummel das Sequel eines schon legendären Arcade-Style-Action-Spiele-Klassikers heraus: Alien Breed Evolution.

Die beiden Vorgänger liegen nunmehr schon 16 bzw. 18 Jahre zurück und erschienen auf der damaligen Spiele-Maschine schlechthin – dem Amiga. Soviel zu in alten Zeiten schwelgen. Die Frage lautet natürlich: Taugt das was?

Alien Breed Evolution

Zur Erinnerung: Die alles entscheidende Aufgabe heißt Aliens abschießen, Aliens abmetzeln, vor Aliens davon laufen, Aliens töten, nicht selbst getötet oder angeknabbert werden. Kann man sich merken.

Die offensichtlichste Änderung liegt erstmal in der Grafik. Hier hat sich in fast zwei Jahrzehnten natürlich einiges getan: Anstatt 2D-Ansicht von oben hat man sich der Unreal Engine bedient, alles mit prima Licht und Schatten modelliert und lässt den Spieler von schräg oben auf das Geschehen im futuristischen Raumschiff schauen. Das sieht richtig gut aus. Jedoch muss man manchmal hektisch die Ansicht drehen (das geht im 45°-Takt), da man teils durch Wände oder Gegenstände in der Sicht auf die Spielfigur behindert wird. Ansonsten sehr stimmungsvoll und wenn eine Horde Aliens aus dem Boden kommt, wird die Situation mit musikalischer Untermalung nochmals dramatisiert.

Waffen kann man sich nicht mehr durch gefundenes Geld kaufen, sondern muss sie direkt sammeln, indem man unzählige Leichen und Schränke durchsucht. Klingt irgendwie logischer. Ansonsten muss man Sicherungen suchen, Platinen reparieren, Motoren starten, Feuer löschen, Belüftungssysteme aktivieren. Die üblichen Hausmeistertätigkeiten auf einem Raumschiff. Zwischendurch Aliens wegballern. Letzteres ist natürlich toll, die anderen Dinge sind manchmal etwas nervig.

Die Steuerung mit zwei Control-Sticks ist prima. Man muss nicht mehr vor Aliens davon laufen, wenn diese zu nahe kommen, sondern kann rückwärts laufen und dabei schießen. Quasi gleichzeitig. Fast wie im wahren Leben. Ein unglaublicher Fortschritt zur Steuerung per Joystick also. Ich hab zwar eh lieber mit einem Mega Drive Control-Pad gespielt... man hatte aber das gleiche Problem.
Es gibt auch einen zwei-Spieler-Modus, den ich noch nicht ausprobiert habe. Kann aber eigentlich nicht schaden, sowas.

Das Game lässt sich für 800 MS Points (online um die 11€) über XBLA erwerben und hat eine Spieldauer von > 5 Stunden. Zwei weitere Episoden sollen erscheinen. PC/PS3-Versionen sollen auch irgendwann folgen, genaues weiß man nicht.

Fazit: Mit dem Kauf kann man nicht viel falsch machen. Ich bin sehr froh, dass sie es nicht versaut haben.


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