Startups sind ja wieder voll angesagt und salonfähig. Egal wie sinnlos die Seite sein mag, Hauptsache AJAX, User Generated Content undso. Kann man vielleicht für ein paar Fantastilliarden an Google oder sonstwen verkaufen. Web 2.0, Dot Com Bubble 2.0.
Ist man auf dem Stand der Zeit, nutzt man ein Wiki zur Projektplanung, indem sehr detailiert beschrieben wird, wie die Blogger dieses Landes — bevorzugt die ganz tollen aus der Hauptstadt — auf mehr oder weniger plumpe Art (T-Shirts und Kochevents) umgarnt werden sollten, um im Endeffekt die neue Seite zu pushen.
Das ist teilweise lächerlich aber auch legitim. Dass Blogger zunehmend als billige Werbeplattformen und Linkquellen angesehen werden — und was sie zu sagen haben außer Blogger selbst recht wenige interessiert — daran müssen sie sich zunehmend gewöhnen. Man kann ja immernoch ablehnen. Wenn man das überhaupt will.
Ähnliche Gedanken — wie mache ich meine neue Seite/Projekt schnell bekannt? — macht sich (oder sollte es) doch jeder. Dumm nur, wenn die eigenen — mehr oder weniger abwegigen bis dreisten — Gedanken nicht vor fremden Zugriff geschützt sind:
laden wir Agenturen ein, um uns inspirieren zu lassen und machen es dann selbst?
Klar, besser gut geklaut als schlecht selbst ausgedacht. Das spricht für Charakterschwäche, könnte erwähnt werden, aber sich zu beschweren und von Skandal zu reden, dass das Wiki öffentlich ist und es gleichzeitig zu verlinken — äh, Widerspruch?
Und zur Belohnung, wird Yumondo schonmal schön verlinkt und kriegt beim Launch (wenn es denn irgendwann »early 2007« ist) Aufmerksamkeit von Bloggern, die es so nicht gegeben hätte.
Und angeblich bösen Unternehmen die Domains wegzuschnappen… ist doch irgendwie leicht albern.








