Die VW-Plakat-Kampagne zum 25-millionsten Golf habe ich irgendwie gerade noch mitbekommen: Bei der mit 90.000 gebuchten Plakaten bis Dato größten und teuersten Aktion dieser Art in Deutschland möchte man das wohl hoffen.
Laut Spiegel Online geht man von etwa 12 Millionen ausgegebenen Euro dafür aus.
Einfach mal in den Schatten gestellt wird das von den geradezu allgegenwärtigen Plakatmotiven zum neuen Toyota Auris, der derzeit einfach mal an allen Plakatwänden, Bus-Häuschen, Litfaßsäulen und sonstwo klebt.

Toyota Auris Plakate | Foto von Fontblog
Mit rund 200.000 gebuchten Werbeflächen wurde in Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern (ich glaube Berlin gehört knapp auch dazu) alles gebucht, was möglich war und mit gefühlter 99% Flächendeckung wurde das Ziel wohl auch erreicht (und generiert nebenbei — siehe hier — natürlich noch zusätzliche Aufmerksamkeit).
Klar, dass die verantwortliche Agentur sich da ordentlich auf die Schultern klopft und meint, das wäre
... nicht nur innovativ, sondern erforderte von der Kreativagentur eine ganz neue Denke und Herangehensweise, weil es eine derartige Kampagne noch nie gegeben hat.”
Als ob noch nie jemand diese »plakative« Idee hatte. Ich tippe mal eher darauf, dass die Umsetzung bisher einfach am nötigen Kleingeld der Kunden scheiterte.
Interessanterweise fühle ich mich von dieser Masse eher befreit als erdrückt. Die Motive sehen nett aus, ohne einen wie gewohnt anzubrüllen oder zum Nachdenken anzuregen.
Von Nahem sieht der Wüstenboden irgendwie nach Teppich aus. Naja.

Foto von Fontblog
Und das schönste ist: Wenn man weiß, dass eh überall das gleiche hängt, kann man es bewusst und unbewusst komplett ausblenden, ohne das Gefühl zu haben, etwas »zu verpassen«. :)









